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27.11.2019

Viele Herztode wären vermeidbar

Rund 100 Besucher beim Informationsabend der Medizinischen Klinik am Marienhospital

Wenn das Herz stehen bleibt, zählt jede Minute. Der lebenswichtige Kreislauf ist zum Erliegen gekommen, der Herzmuskel pumpt kein Blut mehr durch die Adern. Nur sofort eingeleitete Erste-Hilfe-Maßnahmen können den Menschen in dieser Situation noch retten. Rund 200.000 Personen pro Jahr erleiden einen plötzlichen Herztod. „Einige Fälle wären bei rechtzeitiger Intervention vermeidbar“, berichtet Martin Ahrari, leitender Kardiologe am Marienhospital im Rahmen der Herzwoche.

Rund 100 Interessierte waren der Einladung des Marienhospitals gefolgt und informierten sich in der vergangenen Woche über den Plötzlichen Herztod. Martin Ahrari, Oberarzt der Medizinischen Klinik, sprach über Ursachen und Risiken und stellte den typischen Verlauf dar: Ein augenscheinlich gesunder Mensch bricht plötzlich zusammen, das Herz bleibt stehen. Die Angehörigen berichten, dass der Patient noch zuvor bei bester Gesundheit gewesen sei. Tatsächlich liege in den meisten Fällen altersabhängig eine bislang unerkannte kardiologische Erkrankung zugrunde wie etwa die koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern. „Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist daher die Grundkrankheit zu erkennen und behandeln zu lassen“, rät Ahrari.

„Die Ursachen für Herzerkrankungen liegen überwiegend im Lebenswandel“, betont Oberarzt Dr. Wolf Peter Reutter in seinem Vortrag. Hochkalorische Ernährung wie Burger, Pommes und Co., Bewegungsmangel, Stress und Rauchen treiben den Blutdruck in die Höhe und lassen die Arterien verkalken. Deshalb rät der Internist den Besuchern: „Nehmen Sie sich das Meerschweinchen als Vorbild und werden Sie aktiv.“ Abwechslungsreiche Ernährung, wenig bis keine Genussmittel wie Rauchen und Alkohol, viel Bewegung, Pflege von sozialen Kontakten könne sich der Mensch von diesem Säugetier abschauen. Darüber hinaus sollte eine bereits bestehende Erkrankung medikamentös behandelt werden.

Nach den Vorträgen beantworteten die Ärzte individuelle Fragen der Besucher. Außerdem konnten Interessierte vor Ort ihren Blutdruck und -zucker messen lassen und anhand der modernen Reanimationspuppe die von Chefarzt Dr. Klaus Welslau gezeigte Herz-Lungen-Wiederbelebung und den Einsatz eines Defibrillators üben. Angebote, die zahlreich und gerne genutzt wurden.
 

Informierten gemeinsam über den plötzlichen Herztod: (von links) Oberarzt Dr. Wolf Peter Reutter, Reinhard Börger, Gabi Laufmöller (beide Förderverein), Oberarzt Martin Ahrari, Alexander Konrad (Deutsche Herzstiftung), Antonius Wieschmann (beide Förderverein) und Chefarzt Dr. Klaus Welslau.