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22.02.2017

Gut versorgt in den eigenen vier Wänden

Projekt „Familiale Pflege“ startet am 1. März im Marienhospital Oelde

Oelde (mho). Ein Oberschenkel-Halsbruch, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall markieren oftmals einen Wendepunkt im Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen: Die Pflege in den eigenen vier Wänden stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Um die Schnittstelle zwischen stationärem Aufenthalt im Marienhospital und häuslicher Pflege zu optimieren, wird ab März das Projekt „Familiale Pflege“ für Patienten der geriatrischen Station im Oelder Hospital etabliert.

Die Pflege von älteren Menschen in ihrer vertrauten Umgebung betrifft immer mehr Angehörige. Mit der Frage, wie die Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt sichergestellt werden kann, stehen viele Betroffene alleine da. Innerhalb kürzester Zeit müssen Entscheidungen getroffen, die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen und wichtige praktische Handgriffe erlernt werden. „An dieser Stelle knüpft das Projekt Familiale Pflege an: Wir unterstützen Angehörige in dieser schwierigen Zeit mit praktischen Tipps zu Hilfestellungen im Alltag sowie bei Formalitäten“, erklärt Stephanie Peter, die über langjährige Erfahrungen im Bereich der Familialen Pflege verfügt. Die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin wird sich zusammen mit Ann-Christin Schulte ab März um Patienten der geriatrischen Station des Marienhospitals kümmern, bei denen eine Weiterversorgung im häuslichen Umfeld angedacht ist. „Es ist wichtig, dass die pflegenden Angehörigen schnell die richtigen Handgriffe kennenlernen: Dazu gehört beispielsweise das Lagern einer pflegebedürftigen Person“, ergänzt Ann-Christin Schulte.

Das Projekt soll die Arbeit der ambulanten Pflegedienste weder ersetzen noch beeinflussen, sondern sinnvoll ergänzen. Denn: „Bei der Familialen Pflege handelt es sich um eine Anleitung für Personen, die zwischen den professionellen Pflegezeiten der häuslichen Pflege ihre Angehörigen versorgen müssen“, erklärt die stellvertretende Pflegedienstleiterin des Marienhospitals Monika Egbert. Die Pflegetrainerinnen stellen dann eine Beratung im Sinne des Pflegenetzwerkes sicher.

Das Projekt „Familiale Pflege“ wird wissenschaftlich von der Universität Bielefeld begleitet und evaluiert sowie von der AOK NordWest gefördert. „Das Angebot richtet sich an Patienten aller Krankenkassen. Ziel des Projektes ist es, die Angehörigen zu unterstützen, gemeinsam Lösungen für den Alltag zu finden sowie Pflegetrainings am Bett durchzuführen“, betont Monika Egbert. Der erste Kontakt zu den Angehörigen findet dabei in der Regel bereits im Krankenhaus statt. Bis zu sechs Wochen nach dem stationären Aufenthalt stehen die beiden Pflegetrainerinnen Stephanie Peter und Ann-Christin Schulte den Angehörigen unterstützend zur Seite. „Das Besondere an diesem Konzept ist, dass es genau auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Person zugeschnitten ist“, fügt Stephanie Peter hinzu. Mit geschultem Auge und aus ihrem großen Erfahrungsschatz geben die Fachkräfte nützliche Tipps weiter.

„Die Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist ein wichtiger Faktor, um die Weiterversorgung unserer Patienten im häuslichen Umfeld sicherzustellen. Durch die professionelle Anleitung durch die Pflegetrainer gewinnen die Angehörigen Sicherheit im Umgang mit der pflegebedürftigen Person“, betont auch die Leitende Ärztin der Klinik für Geriatrie, Dr. Pia Bellenberg. „Die Familiale Pflege ist eine Bereicherung für unser Haus und unsere Patienten.“ Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet auf der Seite der Universität Bielefeld, www.uni-bielefeld.de unter dem Stichwort „Familiale Pflege“.

Die beiden Pflegetrainerinnen Stephanie Peter und Ann-Christin Schulte (sitzend von rechts) werden in enger Zusammenarbeit mit Brigitte Pottgüter von der Pflegeüberleitung der Caritas-Sozialstation das Projekt Familiale Pflege auf der geriatrischen Station etablieren. Unterstützung erhalten sie dabei von der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Monika Egbert (stehend von links), Dr. Pia Bellenberg (Leitende Ärztin der Klinik für Geriatrie), Sven Rickmann (Pflegerischer Stationsleiter Geriatrie) sowie von Mia Feldmann (Universität Bielefeld).