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22.11.2022

Förderverein wird 20 Jahre alt

Während heute die Krankenhäuser eher mit Überlastung, Personal- und Finanzproblemen in die Schlagzeilen der Medien geraten, kann das Marienhospital Oelde mit einem anderen markanten Hinweis aufwarten: Der Förderverein Freunde und Förderer des Marienhospital Oelde wird 20 Jahre alt. Kein Jubiläum – aber doch ein markanter Geburtstag.

Während die Gründungsväter des Marienhospitals vor 168 Jahren die Oelder Bevölkerung um Spenden baten, um das heutige Marienhospital entstehen zu lassen, sammeln die“ Freunde und Förderer des Marienhospitals“ seit 20 Jahren Spenden und Fördergelder um zusätzliche Dinge, die die Leistungsfähigkeit und Qualität des Krankenhauses fördern, anzuschaffen oder das Arbeiten im Marienhospital erleichtern.

So konnte das ein oder andere Gerät früher beschafft werden, dass im Wirtschaftsplan gerade eben heruntergefallen war und/oder ins nächste Jahr verschoben werden musste oder eine Maßnahme durch eine zusätzliche Finanzspritze früher angeschoben oder beschleunigt werden.

Am 21. November 2002 trafen sich engagierte Oelder Bürger und das Kuratorium der Stiftung Marienhospital, um den Förderverein „Freunde und Förderer des Marienhospitals“ aus der Taufe zu heben. Zum Gründungsvorstand gehörten damals die Juristin Birgit Abeler-Meyerhoff als Vorsitzende, Dr. Ulrich Gehre als Stellv. Vorsitzender, der damalige Stadtkämmerer Paul Reinke, der sich auch hier um die Finanzen kümmerte und gemäß Satzung der ärztliche Direktor Dr. Klaus Welslau und der Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg Kraft Amtes. 2008 über nahm Karl-Werner Loddenkemper den Vorsitz und Herbert Hartmann das Amt des Stellvertreters. Astrid Kamphusmann ergänzte damals das Team für den Bereich Marketing. Als Karl-Werner Loddenkemper 2013 plötzlich verstarb und auch Herbert Hartmann zuvor erkrankt war, übernahm der heutige Vorsitzende Antonius Wieschmann zunächst kommissarisch die Leitung und Renate Schmidt, zunächst als Schriftführerin, später als Stellvertretende Vorsitzende.

Während der Verein am Ende des Gründungsjahres über einen Kassenbestand von 920 Euro verfügte, war die Summe schon drei Jahre später erfreulicherweise auf 64.000 Euro angewachsen. Dank großzügiger Großspenden und vielfältiger Hilfen von Firmen, Organisationen, Vereinen und Einrichtungen, aber auch unzähligen Privatpersonen und mit den Mitgliedsbeiträgen der inzwischen mehr als 200 Vereinsmitglieder, konnte 2018 eine Fördersumme von 1.000.000 Euro überschritten werden, die ausnahmslos ins Oelder Marienhospital investiert wurde. Damit konnten unzählige Anschaffungen getätigt werden, die die Qualität und die Leistungsfähigkeit des Hospitals steigerten.

Erste Anschaffungen des Fördervereins waren damals Schmerzpumpen, mit denen der Patient in einem vom Arzt festgelegten Umfang, die Schmerzmedikation nach Bedarf selbst steuern konnte. Wenn der Schmerz „anflutet“ (wie es im Fachjargon heißt), konnte/kann der Patient einen Auslöseknopf drücken und bekommt eine bestimmte Menge Schmerzmittel durch die Pumpe injiziert. Damit musste das Schmerzmittel nicht mehr vorsorglich hoch dosiert, sondern konnten bedarfsgerecht und gezielt angewandt werden.

Größte und herausragende Projekte waren 2010 ein Zuschuss von über 150.000 Euro zur Anschaffung des ersten Computertomographen (CT). Auch als 2021 dieses CT durch ein moderneres, schnelleres und leistungsfähigeres Gerät ausgetauscht wurde, konnte sich der Förderverein mit fast 150.000 Euro beteiligen. Allein aus Mitteln des Fördervereins konnte 2016 ein spezielles Operationsmikroskop für die Ästhetische- und Handchirurgie für über 60.000 Euro beschafft werden, wodurch das Marienhospital für einige Zeit über das modernste Gerät im Umkreis von 60 Km verfügte.

Mit erheblichen finanziellen Mitteln konnte der FöV zudem den Auf- und Ausbau der Telemetrie im Marienhospital fördern, bei der quasi eine „Fernüberwachung“ von Patienten möglich ist, ohne dass diese auf der Intensivstation liegen müssen. Zusätzlich wurde dieses System durch mobile digitale Visitenwagen ergänzt, die ermöglichen, dass Röntgenbilder, Laborbefunde, letztlich alle Patientendaten während der Arztvisiten direkt am Krankenbett abgerufen werden können. Dies spart Zeit und zusätzliche Wege des Personals ins Arzt- oder Stationszimmer und trägt zur Schnelligkeit von Entscheidungen direkt bei.

Derartige Mehrfachnutzen waren auch der Grund, weshalb sich die Verantwortlichen des Fördervereins für eine umfangreiche Ausstattung des Marienhospitals mit elektrischen Komfortbetten einsetzte. Diese elektr. Komfortbetten steigern nicht nur den Komfort für den Patienten, der nun ohne fremdes Zutun eigenständig seine Liegeposition verändern kann, sondern sorgt gleichzeitig für eine Entlastung des Personals, dass hierfür nicht extra gerufen werden muss. Zudem können diese Betten elektrisch in Pflegehöhe gefahren werden, sodass die Pflege nicht mit gebeugtem Rücken gemacht werden muss, was den Rücken der Pflegekräfte entlastet und schont. Sehr stolz ist der Förderverein, dass mittlerweile 75 % aller Pflegebetten im Marienhospital derartige Komfortbetten sind.

Daneben wurden Wärmebettchen und ein neuer Intensivinkubator für die Neugeborenen angeschafft und mit einer „Anschubfinanzierung“ die Modernisierung der Kreißsäle forciert. Auch zur Ausstattung der geriatrischen Abteilung trug der Förderverein mit Spendengeldern bei.

Neben den technischen Anschaffungen zur Qualitätssteigerung und-optimierung versucht der Förderverein auch immer wieder die Mitarbeiter*innen im Blick zu behalten. So schaffte der Förderverein als Dankeschön für die hohe Belastung durch die Corona-Wellen insbesondere für die Bereiche, in denen Nachtdienst geleistet werden muss, Kaffee-Vollautomaten an, sodass sich die „Nachtwache“, wenn es die Zeit zulässt, auch nachts um 3 Uhr mal einen frisch aufgebrühten Kaffee, Cappuccino o.ä. machen kann und nicht den Kaffee trinken muss, der seit 21:00 Uhr auf der Platte „brutzelt“.

Neuestes und Aktuelles sowie ehrgeiziges Projekt des Fördervereins ist die Mitfinanzierung eines Magnetresonanztomographen (MRT) für´s Marienhospital, um auch diese Diagnoselücke schließen zu können. Weiß Gott ein großer finanzieller Kraftakt für alle Beteiligten, so der Vorstand. Tatkräftige Unterstützung ist daher sehr willkommen und Wunsch des Fördervereins zum 20. Geburtstag. Wie hat doch damals Vikar Tigges als Chronist vor fast 170 Jahren in der Chronik zur Gründung des Marienhospitals geschrieben: „Der Spendenaufruf spornte die Oelder Bevölkerung offensichtlich besonders an; ein Zusammengehörigkeitsgefühl, Stolz und ein gemeinsames Einstehen für die gute Sache hatte alle ergriffen, was sich über Jahrzehnte fortgesetzt hat und auch heute immer wieder greift, wenn es um ein großes Ziel geht“.