17. Juni 2026
Weltrekordversuch in der KHO: 7 Tage und 24 Stunden durchgehende Laienreanimation

Mit einem außergewöhnlichen Weltrekordversuch rückt die KHO die lebensrettende Bedeutung der Reanimation in den öffentlichen Fokus: Vom 21. bis 27. September soll über sieben Tage hinweg rund um die Uhr ohne Unterbrechung in der Eingangshalle des Franziskus Hospitals Bielefeld eine Herzdruckmassage an einer Reanimationspuppe durchgeführt werden.
Die Aktion findet im Rahmen der Woche der Wiederbelebung statt und wird per Livekamera kontinuierlich übertragen und dokumentiert. Interessierte können den Weltrekordversuch somit jederzeit online verfolgen. „Im Notfall zählt jede Sekunde. Deshalb müssen wir alle befähigt sein, ohne Hemmschwelle einfache lebensrettende Handgriffe anzuwenden – noch bevor der Rettungsdienst eintrifft“, betont Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Franziskus Hospitals und Initiator des Weltrekordversuchs.
Ein besonderer Schwerpunkt der Aktion liegt auf der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern: Tagsüber werden Schulklassen unterrichtet und aktiv in den Weltrekordversuch eingebunden. Damit feiert das Franziskus Hospital zugleich einen wichtigen gesellschaftlichen Meilenstein: Ab dem kommenden Schuljahr wird Wiederbelebung in ganz Nordrhein-Westfalen verpflichtender Bestandteil des Schulunterrichts.
Auch Teilnehmer aus der gesamten Bevölkerung können sehr gern Teil des Weltrekordversuchs werden und aktiv mitmachen. „Jede und jeder kann Teil des Rekords werden“, richtet Prof. Rahe-Meyer seinen Appell an die Öffentlichkeit. Interessierte können über die Homepage www.rekordmitherz-nrw.de einen Zeitslot buchen, um Teil dieser bedeutenden Aktion zu werden.
Tatkräftige Unterstützung erfahren die Organisatoren bereits aus den KHO-Hospitälern Elisabeth Hospital Gütersloh, Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück, Mathilden Hospital Herford, Marienhospital Oelde und Lucia Hospital Harsewinkel. Auch aus Bielefeld und der gesamten Region unterstützen zahlreiche Partner den Weltrekordversuch – darunter das Klinikum Bielefeld, das Evangelische Klinikum Bethel, das Klinikum Lippe, der Förderverein MED OWL, Studierende der Medizinischen Fakultät sowie Feuerwehr, Rettungsdienst und das Studieninstitut Westfalen-Lippe. Gemeinsam wollen alle Beteiligten den Rekord brechen und ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Reanimation setzen.
„Reanimation geht uns alle an. Jeder Mensch kann plötzlich in die Situation kommen, helfen zu müssen. Mit unserem Weltrekordversuch wollen wir zeigen: Wiederbelebung ist einfach erlernbar und kann Leben retten“, unterstreicht Krankenhausdirektor Philipp Herzog.
Ein besonderer Appell richtet sich zudem an Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung der Reanimationsausbildung im Schulunterricht. Bereits junge Menschen sollen lernen, im Notfall schnell, sicher und ohne Hemmschwelle Hilfe leisten zu können. „Jugendliche frühzeitig an das Thema Reanimation heranzuführen, stärkt Handlungssicherheit und gesellschaftliche Verantwortung. Schulen leisten hier einen enorm wichtigen Beitrag“, betont Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer.
Jetzt Zeitslot buchen und Teil des Weltrekords werden: www.rekordmitherz-nrw.de