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10.11.2017

140 Besucher bei den Herzwochen

Das schwache Herz

Oelde (mho). Drei Milliarden Mal schlägt das Herz im Laufe eines Lebens und pumpt dabei 250 Millionen Liter Blut durch den menschlichen Körper – unsere Lebensgrundlage. Bei etwa zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland ist diese Pumpfunktion herabgesetzt – sie leiden unter einer Herzschwäche. Darüber informierten jetzt das Marienhospital Oelde und der Förderverein. 140 Interessierte besuchten den Informationsabend, der im Rahmen der diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung stattfand.

Der Leitende Kardiologe des Marienhospitals, Martin Ahrari, Chefarzt Dr. Klaus Welslau und der Leitende Oberarzt, Dr. Wolf Peter Reutter, klärten in ihren Vorträgen über die Krankheit auf. Wie sind Ursachen zu erkennen und zu vermeiden? Was ist im Notfall zu tun? Sind Krankenhausaufenthalte notwendig? Welche Auswirkungen hat die Krankheit auf Ernährung, Arbeit oder seelische Probleme?

Bei Belastungen fällt das Atmen schwer, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, Wasser lagert sich an Knöcheln und Unterschenkeln ein: Das sind Warnzeichen der chronischen Herzschwäche. Diese ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzkrankheiten. Bei etwa 70 Prozent der Betroffenen ist sie zurückzuführen auf die koronare Herzkrankheit und langjährigem Bluthochdruck, der nicht ausreichend behandelt wird – von Bewegungsmangel, falscher Ernährung, Rauchen und Übergewicht begünstigt. „Ein gesunder Lebensstil halbiert das Risiko für Herzschwäche“, betonen die Experten aus dem Marienhospital und raten: „Ab 40 Jahren, bei familiärer Vorbelastung früher, sollte jeder regelmäßig Blutdruck, Cholesterinwerte und Blutzucker untersuchen lassen.“ Denn nur so können die Risikofaktoren für Herzerkrankungen früh entdeckt und rechtzeitig behandelt werden, was wiederum vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche schützt. Das ist besonders wichtig, weil bei einer Herzschwäche der gesamte Organismus unter Mangeldurchblutung leidet. Folge sind oft Begleiterkrankungen, die erkannt
und behandelt werden müssen: Lungenödem, Herzrhythmusstörungen, Diabetes, Nierenfunktionsstörungen, Eisenmangel, Atemwegserkrankungen, schlafbezogene Atmungsstörungen, Muskelabbau und Depression können die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Betroffenen stark einschränken.

Nach den Vorträgen beantworteten die Ärzte individuelle Fragen der Besucher. Außerdem konnten Interessierte vor Ort ihren Blutdruck und Blutzucker messen lassen und anhand der modernen Reanimationspuppe, die der Förderverein im vergangen Jahr angeschafft hat, die Herz-Lungen-Wiederbelebung üben – Angebote, die zahlreich und gerne genutzt wurden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.marienhospital.de unter den Stichworten Medizin, Medizinische Klinik, und bei der Deutschen Herzstiftung www.herzstiftung.de.

Klärten über Herzschwäche auf (hinten, von links): Martin Ahrari, Oberarzt und Leitender Kardiologe der Medizinischen Klinik im Marienhospital, der Fördervereinsvorsitzende Antonius Wieschmann und Beisitzer Reinhard Börger sowie (vorne, von links) die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Renate Schmidt, Chefarzt Dr. Klaus Welslau und der Leitende Oberarzt Dr. Wolf Peter Reutter.