Leitung
Chefarzt Dr. med. Klaus Welslau
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Infektiologie, Sportmedizin, Proktologie, Medikamentöse Tumortherapie, European Fellow of Gastroenterology | Leitender Notarzt im Kreis Warendorf |Oberärzte: Dr. med. Jörg Bremer, Dr. med. Walter Gilberg | Fachärzte für Innere Medizin Dr. med. Wolf Peter Reutter | Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Die Patienten in der Medizinischen Klinik leiden häufig an sehr komplexen Krankheitsbildern, die mehrere Organsysteme betreffen. Diese Krankheiten beeinflussen sich oft gegenseitig. In unserer Klinik wird daher eine ganzheitliche Medizin durchgeführt, die bewusst den gesamten Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Es werden Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin behandelt. So verfügt die Medizinische Klinik diagnostisch und therapeutisch über ein sehr breites Spektrum, darüber hinaus gibt es noch einige Schwerpunkte in der medizinischen Versorgung.
Zur Erfüllung dieser mannigfaltigen Aufgaben ist die Klinik technisch und apparativ auf modernstem Stand ausgestattet.
Auf verschiedenen Gebieten arbeitet die Abteilung eng mit weiteren Fachärzten und Spezialabteilungen aus anderen Krankenhäusern und Praxen zusammen, so dass der Patient immer nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen behandelt wird.
Im Kreislauflabor (Erdgeschoss) werden im wesentlichen Untersuchungen des Herzens, der Lunge und des Kreislaufes durchgeführt, dieses sind im einzelnen: EKG, Langzeit-EKG, Belastungs- EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung, Lungenfunktionsprüfung und Schrittmacherkontrollen für Patienten mit Herzschrittmachern. Daneben findet hier auch der H²- Atemtest (zum Nachweis einer Zuckerunverträglichkeit) statt.
In der Endoskopie- Abteilung ( Erdgeschoss) wird nur mit neuesten Video- Endoskopen gearbeitet. Unter anderem werden hier folgenden Untersuchungen regelmäßig durchgeführt: Magen- , Dickdarm-, Lungenspiegelungen, Enddarmspiegelungen einschließlich Hämorrhoiden- Verödungen und Ligaturen, Gallengangs- und Bauchspeicheldrüsenspiegelungen einschließlich nicht operativer Entfernungen von Gallengangssteinen und Einlegen von Stent´s in den Gallengang bei entzündlichen oder bösartigen Verengungen.
24 Stunden rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche, kann bei Patienten mit Magen- Darmblutungen eine sofortige Magen- bzw. Darmspiegelung durchgeführt werden, um die Blutung mit modernen Mittel ( APC- Laser, Clippung, etc.) zu stillen. Bei den Endoskopien im Magen und Darm können Polypen diagnostiziert und abgetragen werden. Bösartige Erkrankungen des Verdauungstraktes können so bereits im Frühstadium erkannt und behandelt werden.
Zur Beseitigung von entzündlichen oder tumorösen Engstellungen steht ein Argon- Laser- Gerät zur Verfügung, mit dem Gewebe, ohne direkten Kontakt, verschorft werden kann. In der Endoskopie werden auch regelmäßig internistische Bauchspiegelungen durchgeführt, diese geben einen genauen Einblick über die Beschaffenheit der Leber, der Milz, des Darmes und des Bauchfelles bei bestimmten Fragestellungen z.B. Hepatitis und Leberzirrhose. Bei bestimmten Bluterkrankungen oder auch anderen Systemerkrankungen sind häufig Untersuchungen des Knochenmarkes notwendig, Biopsien aus dem Beckenkamm erfolgen ebenfalls in der Endoskopie. Bei bestimmten Erkrankungen ist es wichtig eine Gewebeprobe aus der Leber zu entnehmen. Dieses wird unter sonographischer Kontrolle im Bereich der Endoskopie durchgeführt. In aller Regel erhalten die Patienten bei allen endoskopischen Untersuchungen eine Beruhigungsspritze vor der Untersuchung, außer wenn sie dieses nicht wünschen. Nach Beendigung der Untersuchung können sich dann die ambulanten Patienten im Bereich der Endoskopie in Ruhe ausschlafen. Bei ambulanten Patienten ist es wichtig, dass, wenn die Patienten eine Beruhigungsspritze erhalten haben, diese von Angehörigen abgeholt werden, da für den Untersuchungstag eine Fahruntüchtigkeit, sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad besteht.
In der Sonographie-Abteilung (Erdgeschoss) werden alle sonographischen Untersuchungen vorgenommen: Sonographie des Herzens, der Bauch- und Lungenorgane, der Schilddrüse, der Venen und Arterien, der Extremitäten als auch des Gehirns. Diese Untersuchungen können um eine Doppler- und Farbdoppler-untersuchung erweitert werden, dieses liefert besonders bei Gefäßuntersuchungen wichtige Zusatzin-formationen. Speziell für das Herz steht ein Farbdoppler- Echo-Schallkopf zur Verfügung, mit dem unter anderem Veränderungen an den Herzklappen erkannt werden können.
Mittels einer speziellen Sonde ist es möglich, Ultraschalluntersuchungen des Herzens von der Speiseröhre aus durchzuführen (multiplane TEE), diese gibt auf Grund der Nähe zum Herzen besonders gute Informationen über das Herz und seine Funktion.
Bei Verdacht auf eine Thrombose im Bereich der Beine genügt in aller Regel eine Ultraschalluntersuchung um diese nachzuweisen oder auszuschließen.
Im Bereich der Sonographie wird auch die 24 Stunden Säuremessung durchgeführt. Sie gibt Aufschluss über säurebedingte Veränderungen am Magen und in der Speiseröhre, die sich beim Patienten oft durch Sod-brennen, Aufstoßen und Übelkeit äußert.
Seit einigen Wochen sind in der Medizinischen Klinik des Marienhospitals Oelde Endosonographische Untersuchungen durchführbar. Es wurde ein Endosonographie-Gerät der Firma Fuji mit Longitudinalschallkopf angeschafft, mit dem gleichzeitig auch gezielte Punktionen möglich sind.
Die Ultraschalluntersuchung des Bauches ist inzwischen zu einer Routineuntersuchung geworden und fast jedem bekannt. Es gibt jedoch auch Grenzen dieser Untersuchungsmethode, die einerseits durch physikalische Gesetzmäßigkeiten bedingt sind, andererseits durch die Anatomie, so geht z. B. Ultraschall nicht durch Luft hindurch. Aus diesem Grunde wurde die Endosonographie entwickelt, ein Kombination aus Ultraschall und Endoskop. Mit dieser Untersuchung ist es möglich, Organe im Brustkorb, aber auch im Bauchraum von innen, d. h. vom Magendarmkanal bzw. vom Enddarm her zu untersuchen. Da zum Beispiel zwischen Magenwand und Bauchspeicheldrüse keine Luft vorliegt, kann somit von dem Magen bzw. vom Dünndarm aus direkt die Bauchspeicheldrüse, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, hervorragend untersucht werden.
Diese spezielle Ultraschalluntersuchung ist zum Beispiel besonders für Veränderungen und Abklärungen der Bauchspeicheldrüse geeignet. Darüber hinaus können insbesondere Wandveränderungen an der Speiseröhre, dem Magen, dem Zwölffingerdarm und dem Enddarm hervorragend beurteilt werden.
Bei der Beurteilung des oberen Gastrointestinaltraktes, d. h. von Beginn der Speiseröhre bis zum Zwölf-Fingerdarm wird das Endo-Sonographiegerät ähnlich wie bei einer Magen-spiegelung eingeführt. Dort befindet sich ein kleiner Schallkopf, der Ultraschallwellen in den Frequenzen 5 bis 10 Megaherz abgibt und empfangen kann. Je nach Fragestellung wird das Endoskop dann an den entsprechend abzuklärenden Ort vorgeschoben. Anschließend wird das Gerät möglichst nahe an die Wand positioniert, damit zwischen Endoskopspitze und Wand keine Luft mehr ist. Dann können sonographisch die Strukturen, die hinter der Wand sind und sonst im verborgenen bleiben würden, sehr gut dargestellt werden.
Bei besonderen Fragestellungen ist es auch möglich, Punktionen durch den Arbeitskanal des Endosono-graphie-Gerätes durchzuführen.
Für den Patienten ist diese Methode aber ähnlich vergleichbar mit einer Magen-spiegelung. Da auch Punktionen möglich sind, muss 24 Stunden vor der Untersuchung die schriftliche Einverständniserklärung gegeben werden und die Thrombozytenzahl und der Quickwert müssen bekannt sein.
Die Patienten müssen nicht speziell vorbereitet werden, sie sollten zur Untersuchung nüchtern sein.
Da die Untersuchung relativ zeitaufwendig ist (30 bis 40 Minuten), wird die Untersuchung meistens in den späten Morgenstunden bzw. mittags durchgeführt.
Das Gerät konnte u. a. mit Fördermitteln vom Förderverein und einer großzügigen Spende der Firma Zurbrüggen angeschafft werden.
Neben dem Einsatzgebiet im Bauchbereich, können auch suspekte Lymphknoten im Lungen-Hilusbereich abgeklärt werden.
Die Untersuchungen finden immer mit Sedierung statt, d. h. der Patient bekommt von der Untersuchung relativ wenig mit.
Anfang des Jahres wurde ein neues Ultraschallgerät der Firma Toshiba angeschafft. Mit diesem Gerät ist es nun möglich, auch Kontrastmittelsonographien durchzuführen.
Durch die Kontrastmittelsonographie ist es möglich, unter Verwendung von unschädlichem Kontrastmittel noch viel genauere und präzisere Bilder vor allem der Leber zu bekommen.
Indiziert ist die Kontrastmittelsonographie bei unklaren Befunden an der Leber; zum Beispiel zur Dignitätsbe-urteilung als auch zur Beurteilung des Ausmaßes von tumorösen Veränderungen. Die Untersuchungszeit beträgt ca. 10 bis 15 Minuten. Während der Untersuchung wird das spezielle Sonographiekontrastmittel über eine Braunüle verabreicht. Dieses Kontrastmittel ist kontraindiziert bei Schwangerschaft, Asthma bronchiale, akutem Koronarsyndrom und schwerer Herzinsuffizienz.
Das Ultraschallgerät wird währenddessen in einen speziellen Modus eingestellt. Bei der Untersuchung werden dann innerhalb der Leber eine arterielle und eine venöse Phase unterschieden. Durch diese spezielle Methode können dann besonders kleine Veränderungen an der Leber noch sehr genau dargestellt werden.
Für die Patienten ist dies wie eine normale sonographische Untersuchung. Allerdings erhalten sie einmalig das Kontrastmittel gespritzt. Der Patient muss im Allgemeinen nicht nüchtern sein, außer bei bestimmten Frage-stellungen. Die Untersuchung kann beliebig oft wiederholt werden.
Die Kontrastmittelsonographie stellt eine Erweiterung der diagnostischen Methoden im Spektrum der Sono-graphie, als auch der radiologischen Methoden, zum Beispiel Spiral-CT, dar.
Durch die Anschaffung dieser beiden Geräte kann im Marienhospital Oelde auch weiterhin eine optimale Patientenversorgung auf höchstem Niveau durchgeführt werden.
Für Rückfragen stehe ich gerne jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Gerne kann auch mal bei der einen oder anderen Untersuchung hospitiert werden.
Für Patienten, die Herzrhythmusstörungen haben oder einer 24 Stunden Überwachung bedürfen, andererseits aber nicht auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steht eine hoch moderne Telemetrie- Anlage im gesamten Bettenbereich der Medizinischen Klinik zur Verfügung.
Ähnlich wie bei einem Langzeit- EKG wird dem Patienten ein entsprechender Apparat umgehangen. Seine Signale vom Herzen werden jede Sekunde per Funk auf die Intensivstation übertragen, so dass eine lückenlose Überwachung stattfindet. Da die Übertragung per Funk geht, hat der Patient die Möglichkeit sich frei auf dem Zimmer, auf dem Flur, auf der Station und sogar im Treppenhaus zwischen dem 3. und 5. Stock zu bewegen. Im Falle einer bösartigen Herzrhythmusstörung wird sofort auf der Intensivstation ein Herzalarm ausgelöst, so dass dem Patienten, wo immer er sich auch gerade befindet, sofort geholfen werden kann. Mit Hilfe eines GPS- Systemes kann er sofort geortet werden.
So wird der Patient, wie auf einer Intensivstation überwacht, hat aber die Möglichkeit sich auf einer normalen Krankenstation frei zu bewegen.
In der ersten Etage befindet sich die Station 3, die neugebaute interdisziplinäre Intensivstation. Sie wird zusammen von den Internisten, Anästhesisten und Chirurgen betreut. Es stehen die modernsten Geräte für Beatmung, Kreislaufüberwachung und Katheterdiagnostik zur Verfügung. Auf der Intensivstation führen wir Rechtsherzkatheter und Lungenarteriendruckmessungen durch. Patienten mit speziellen Herzrhythmusstörungen die z.B. eine Elektrotherapie benötigen, werden hier zuerst therapiert und dann überwacht.
Wenn schwerkranke Patienten in der Medizinischen Klinik aufgenommen werden müssen, werden diese durch den Notarzt direkt in den Schockraum der interdisziplinären Intensivstation gebracht und dort von den Ärzten betreut.
Im Erdgeschoss befindet sich auch das Labor. Hier werden rund um die Uhr alle wichtigen Blut-, Urin-, Stuhl- und Gehirnwasseruntersuchungen durchgeführt, den an Blutzucker leidenden Patienten Blutproben entnommen. Speziell für Notfallpatienten, z.B. bei Herzinfarkt, können hier rund um die Uhr ohne Zeitverzug alle wichtigen Parameter bestimmt werden.
Im Labor wird auch getestet, ob eine zu transfundierende Blutkonserve vom Patienten vertragen wird oder nicht. Für spezielle Blutuntersuchungen oder Untersuchungen im Rahmen von Infektionen, arbeitet das Marienhospital Oelde mit einem der größten Labore Deutschlands zusammen. Jeden Tag werden hier Proben von dem Speziallabor abgeholt und die Ergebnisse sofort nach Erhalt per Datenüberleitung übermittelt.
Im Erdgeschoß befindet sich auch die Röntgenabteilung mit dem Computertomographen (CT). Das Marienhospital Oelde verfügt über eine der modernsten Röntgenanlagen Deutschlands.
Die gesamte Röntgenanlage ist digital, das heißt, alle Bilder werden im Computer gespeichert und es gibt keine "normalen" Röntgenbilder mehr. Damit gehen auch keine alten Röntgenbilder mehr verloren.
In dieser Abteilung werden alle Röntgenuntersuchungen des gesamten Hauses durchgeführt, u.a. Aufnahmen der Lunge und des Herzens, des Kopfes, des Bauchraums, der ableitenden Harnwege als auch der Knochen.
Mit Hilfe einer ganz speziellen Technik (DSA-Einheit) führen wir hier regelmäßig Kontrastmitteldarstellungen von Arterien und Venen durch. (z.B. Darstellung der Bein-/Beckenarterien oder der hirnversorgenden Gefäße, Gefäßdarstellung der Beinvenen etc.)
Mit Kontrastmittel kann bei bestimmten Fragenstellungen ebenfalls der gesamte Magen- Darmbereich untersucht werden.
Direkt neben der Intensivstation befindet sich das Notaufnahme- Zimmer der Medizinischen Klinik.
Patienten, die akut erkrankt sind , werden hier umgehend vom Pflegepersonal der Intensivstation als auch dem diensthabenden Internisten untersucht und erstversorgt.
Patienten, die eingewiesen worden sind, aber noch nicht wissen, auf welche Station sie kommen, werden hier ebenfalls zunächst betreut und dann weitergeleitet.
Hierzu stehen im Notaufnahme- Zimmer alle notwendigen diagnostischen- und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung ( z.B. EKG, Kreislaufüberwachung, Rhythmusüberwachung, Medikamente etc.). Das Notfallzimmer ist somit der Anlaufpunkt für alle Notfallpatienten, als auch für alle Patienten, die zur stationären Aufnahme kommen, aber noch keine spezielle Station zugewiesen bekommen haben.
Zur Medizinischen Klinik gehören die Bettenstationen 8 , 9 und 10. Auf den Stationen erhalten auch z.B. Patienten mit bösartigen Erkrankungen, speziell für sie abgestimmte Chemotherapien in Form von Tabletten oder Infusionen.
In der Bücherei im Untergeschoß, direkt neben der Kapelle, finden regelmäßig Beratungen für Diabetes erkrankte Patienten als auch Angehörige statt. Neben Ernährungsberaterinnen werden hier spezielle Unterrichtseinheiten von Diabetes- Fachschwestern und speziell geschulten Ärzten durchgeführt. Die Zeiten der Schulungen entnehmen Sie bitte den Informationen auf den Stationen oder an den Zimmertüren.
Die Ärzte der Medizinischen Klinik nehmen regelmäßig an der Besetzung des Notarztwagens der Stadt Oelde teil. Dieses geschieht im routinemäßigen Wechsel mit der Abteilung für Chirurgie und Anästhesie. So ist gewährleistet, dass rund um die Uhr schnelle, kompetente Hilfe auch vor Ort bei Ihnen zu Hause ist.
Der Chefarzt der Medizinischen Klinik ist Leitender Notarzt im Kreis Warendorf.
Täglich außer Mittwoch- Nachmittag nach telefonischer Terminvereinbarung.
Auf Überweisung von niedergelassenen Ärzten durchgeführte ambulante Leistungen:
Dr. med. K. Welslau,
Tel.: 02522 / 99 - 0
Tel.: 02522 / 99 - 13 01
Fax: 02522 / 99 - 13 05
E-Mail: k.welslau@marienhospital-oelde.de
Fax: 02522 / 99 - 13 07